Wie unsere Wegwerfgesellschaft entstand & Tipps dagegen

Wie unsere Wegwerfgesellschaft entstand & Tipps dagegen

Werbung, Magazine, billige Produkte, jede Woche eine neue Welt – willkommen in der Wegwerfgesellschaft. Produkte haben für viele Menschen selten weder einen großen materiellen noch emotionalen Wert. Einmal gekauft und schnell wieder im Müll. Wie ist unsere Wegwerfgesellschaft entstanden?

Die Marketing Abteilungen haben längst erkannt, dass sich mit der Wegwerf Mentalität Geld verdienen lässt. Was diese Woche noch neu war, ist nächste Woche schon abgenutzt. Wir leben hier in Deutschland in einer Überflussgesellschaft. Wir haben schon seit den 1980er Jahren gesättigte Märkte und einen Käufermarkt, dass heißt es gibt mehr Angebot als nachgefragt wird. Wenn jetzt eine Schüssel runterfällt und eine kleine Ecke nur fehlt, wird gleich eine neue Schüssel gekauft. Der Grund ist einfach, es gibt doch genug und eine neue ist dann im Trend. Dass diese Wegwerfgesellschaft vor allem die Ressourcen aufbraucht, ist wohl kaum einen bekannt. 

Ein Leben im Überfluss

Wie unsere Wegwerfgesellschaft entstand

Einwegartikel wie Ohrenstäbchen, Wattepads, Pappteller, Plastikbecher waren sicherlich erst der Anfang und der Vorreiter zur Wegwerfgesellschaft. Umso mehr Produkte und Anbieter es gibt, umso niedriger kann der Preis sein. Umso mehr billig hergestellt werden kann, umso billiger ist der Preis. Die Gesellschaft kauft es. Warum? Weil es einen großen Teil arme Bevölkerung gibt und weil schlicht weg keiner mehr etwas wertschätzt, wenn man es kauft. Fragst Du dich, ob der Preis für etwas gerecht und fair ist? 

Die Wegwerfgesellschaft verbraucht Wasser, Strom und begünstigt den Klimawandel enorm. Der Gedanke eine Sache mehrere Jahre zu benutzen ist so weit weg, wie die Politik das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. 

Heute ist es der industriellen Massenproduktion zu verdanken, dass wir so konsumieren. Es brauchte einen Motor, welcher die Wirtschaft im Flow hielt. Dafür mussten die Bürger*innen aber immer weiter kaufen und ihnen neue Kaufanreize gesetzt werden. 

Wie unsere Wegwerfgesellschaft entstand

Veränderungen der Wegwerfgesellschaft

Die EU bringt das Thema voran, in dem ab 03.Juli Einwegplastik Artikel verboten sind. Es ist sicherlich ein Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung, aber immer noch nicht genug. Die Zero Waste Bewegung oder alle Menschen, welche sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen reparieren, tauschen, verwenden Dinge anders, um sie länger zu nutzen. Dennoch konsumiert der Großteil der Bevölkerung immer noch im Überfluss. Es ist ein Katz und Maus Spiel. Der Handel gibt die Anreize zum kaufen, der/die Kunde*in kauft es und der Handel sagt: Die Verbraucher wollen das so. Dabei ist der Mensch einfach gestrickt. Marketing Manager*innen wissen wie Verpackungen ansprechend gestaltet werden, wie Kampagnen und Produkte beworben werden, damit das Belohnungs -und Anreizsystem im Gehirn aktiviert wird. 

Wie die Verbraucher*innen können mit bewussten Kaufentscheidungen dagegen steuern. Durch das MHD der Lebensmittel wird suggeriert, dass nach diesem Datum die Lebensmittel ungenießbar sind. Aber vieles kann man weiterhin essen. Transparenz in Produktion und Landwirtschaft, Herkunftsort und Herstellung würde uns in eine bewusstere Gesellschaft führen. 

TIPPS:
  • schauen, ob man Dinge noch anderweitig benutzen kann
  • im Bekannten -und Freundeskreis oder in der Familie tauschen
  • reparieren
  • wirklich überlegen, ob man etwas neues wirklich benötigt
  • Mehrwegartikel anstatt Einweg (Strohhalm, Abschminkpads, Bienenwachstücher, etc..)


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