Was Corona mit der grünen Wirtschaft macht – Chancen für mehr Fair Fashion

Große Handelskonzerne haben in der Regel gut ausgestattete Onlineshops, die zumindest einen Teil der Einnahmeausfälle der stationären Läden abfedern können. Bei vielen kleinen Fachgeschäften, inhabergeführten Modeläden oder Familienbetrieben ist das häufig anders.

 

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/corona-einzelhandel-103.html

Die Corona Krise hat uns fest im Griff. Das Virus nimmt uns das, was wir einem freien Land wie Deutschland so selbstverständlich gewohnt sind – das Konsum Treiben. Mal hier bummeln, mal da..kaufen…nicht kaufen…kaufen. Wenn wir konsumieren achten die wenigsten Menschen darauf, was sie kaufen. Wo wurde es hergestellt? Unter welchen Bedingungen? Deswegen boomen die großen Konzerne, vor allem in der Textilindustrie, da billig sich immer leicht verkaufen lässt. Neben der eben beschriebenen Fast Fashion Industrie gibt es aber noch das Pendant Stück – Fair Fashion. Beide Felder haben einen Platz auf dem Markt, der nie mehr in der Öffentlichkeit stand und aufeinanderprallte als in der Corona Krise.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz darf auf keinen Fall in Vergessenheit geraten, denn gerade jetzt, sieht jeder was erreicht werden kann.

 

 

Kurz dazu: Durch die Corona Krise ist das Wirtschaftsleben in Europa sehr weit nach unten gefahren. Vor allem auch der Tourismus ist quasi gegen null gefahren worden. Das Resultat ist, dass sich nicht nur die Luftqualität verbessert, sondern dass auch die Tiere wieder näher an die Stadt heran kommen und das Ozonloch wieder kleiner geworden ist. Allein das ist ein Zeichen, bei welchem jeder merken sollte, was erreicht werden kann.

Worauf ich besonders hinaus möchte, ist die Textil-Industrie, welche wie alle anderen Branchen auch, schwer von dem Virus getroffen wurden.

Meiner Meinung nach, haben große Konzerne mit markanten weltbekannten Marken eine so große Reichweite, welche sie sinnvoll nutzen könnten. Aber es bleibt auch auf dem „könnte“ stehen.

 

 
 
Was Corona mit der grünen Wirtschaft macht - Chancen für mehr Fair Fashion

Wir sind fein raus

Große Konzerne, darunter auch H&M und Zara bringen pro Jahr ca 24 Kollektionen auf den Markt zu sehr günstigen Preisen. Diese Preise sind möglich, da in Billiglohn Ländern unter menschen unwürdigen Bedingungen gearbeitet wird. 

Durch die Schließung des stationären Handels fällt der Umsatz weg. Bereits fertig produzierte Kollektionen können nicht in der Masse verkauft werden. Die Folge ist, dass die Konzerne einfach diese Kollektionen stornieren und die Produktionen auf den Kosten sitzen bleiben. Dementsprechend können auch die Arbeiterinnern und Arbeiter nicht bezahlt werden. Die Länder, in welchen hergestellt wird, also zb Pakistan, sind aber auch von der Corona Krise betroffen.

Des Weiteren ist es so, dass viele Fast Fashion Unternehmen sich weigern, weiterhin die Miete zu zahlen, da sie sonst Peite gehen, dabei verdienen sie Millarden mit Billig Mode und das Online Geschäft läuft mit Massenhaften Rabatten weiter. 

Für die Fast Fashion Industrie zählt vor allem, möglichst unbeschadet aus der Krise zu kommen, wer sonst bei dieser Strategie zu Schaden kommt, interessiert nicht. 

 

8 – 10 % Schuld an den Treibhausgasemissionen

 

 

20 % Schuld an der Industrieabwasserverschmutzung

Die Fair Fashion Industrie produziert vorwiegend in Europa, achtet auf einen fairen Lohn, grundlegende Rechte und einen Ressourcenschonenden Umgang. Dadurch herrscht ein höherer Sozialstandard und die Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischen Anbau. Dadurch setzt sich auch ein höherer und angemessener Preis durch. 


Diese Verantwortung haben Fair Fashion Brands auch in die Corona Pandemie übernommen. Zum Beispiel hat das Fair Fashio Label Armedangels angekündigt, keine Aufträge zu stornieren. Allerdings leiden auch in dieser Branche die Unternehmen, aber sie ziehen sich im Gegensatz zur Fast-Fashion Branche nicht aus der Verantwortung, sondern handeln weiterhin fair & sozial

Vor 6 Jahren haben 7,9 Mio Menschen Fair Fashion gekauft, vor 2 Jahren waren es bereits 14 Mio. Das zeigt einen deutlichen Anstieg. 

Fair Fashion Unternehmen sind in den meisten Fällen kleine Start Ups und Brands, welche über wenig Budget verfügen und der Krise standhalten müssen, dass ist die schwierigste Herausforderung. Und dennoch glaube ich, dass diese Krise eine Chance für die Fair Fashion Industrie ist. #supportyourlocal

Durch die Bewegung, vor allem lokale Unternehmen zu unterstützen, steigt bei vielen Menschen ein Umdenken. Auch durch die negative Medienberichterstattung der Fast Fasion Konzerne.

Die Chance besteht darin jetzt der Krise die Stirn zu bieten und den Kaufinteressenten zu zeigen, dass sie lokal und nachhaltig produzieren. Hinter diesen Unternehmen stecken echte Menschen. 

Allgemein ist schon in den letzten Jahren die Zahlungsbereitschaft für faire Mode gestiegen und könnte sich nun erhöhen. Denn die Kauflaune ist gesunken. Viele Menschen arbeiten in Kurzarbeit und haben weniger Budget zur Verfügung, andere möchten da Risiko einer Ansteckung vemindern.


Auch die Fashion Reveloutin Week im April hat mit vielen Kampagnen an das Unglück Rana Plaza 2013 erinnert und setzt sich für Fair Fashion ein. 

Meine liebsten Fair Fashion Brands, könnt ihr hier nachlesen

Was Corona mit der grünen Wirtschaft macht - Chancen für mehr Fair Fashion

Larissa

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