Mobbing gegen Frauen im Berufsalltag

Wir müssen auch im Jahr 2021 über Mobbing gegen Frauen im Berufsalltag, ausgeübt von männlichen Führungspositionen sprechen.  

Ich spreche das Thema an, weil es mich persönlich zur Zeit beschäftigt. Ich werde aber nicht über Details sprechen, oder um welches Unternehmen oder Personen es sich handelt. Dass hat folgende Gründe: das „Verfahren“ läuft noch und zum anderen wäre eine Nennung der Personen ein Eingriff in deren Persönlichkeitsrechte . Dennoch möchte ich öffentlich darüber sprechen, dass Mobbing gegen Frauen von männlichen Führungspositionen ausgeübt und akzeptiert wird. Ich glaube, dass viele Frauen betroffen sind, aber ihre Rechte nicht kennen und darüber schweigen. Ich schweige nicht. 

1,6 Millionen Menschen leiden unter Mobbing am Arbeitsplatz

Von dieser enorm hohen Zahl, sind rund 70% Frauen, dass ist erschreckend. Als Mobbing wird das gezielte Ausgrenzen, Schikanieren oder Demütigen von Arbeitnehmer:innen bezeichnet. 

Beispiele dafür sind: 

  • Unwahrheiten verbreiten
  • Ausschluss von Tätigkeiten, welche aber in den Arbeitsbereich fallen 
  • Vorenthalten von Informationen 
  • bewusstes Lügen, um Arbeitstätigkeiten zu verhindern 
  • negative Kommunikation gegenüber Anderen im Team
 

Es geht vor allem darum, wenn Mobbing aus persönlichen Gründen ausgeübt wird, um diese Person „loszuwerden“. Dabei ist das vermischen zwischen persönlichen Empfindungen und der qualitativen Arbeit der Arbeiternehmerin nicht zu akzeptieren, weil das kein professionelles Verhalten von Führungspersonen darstellt. Weil mensch jemanden persönlich nicht leiden kann, ist es nicht haltbar dann durch Mobbing dies zum Ausdruck zu bringen. 

Mobbing muss nicht immer für jede:n ersichtlich sein. Oft kann das durch kleine aber dafür effektive Maßnahmen geschehen. 

Gerade Studenten:innen und Aushilfen haben oft befristete Arbeitsverträge, welche mit einer gültigen Studienbescheinigung gekoppelt sind. Demnach könnte mit dem Mobbing das Ziel verfolgt werden, dass studentische Aushilfen selbst kündigen.  

Meine Meinung nach, liegt da der entscheidende Punkt. Egal welche Anstellung jemand in einem Unternehmen hat und um welchen Vertrag es sich handelt, vor dem Arbeitsrecht sind alle Menschen in Deutschland gleichgestellt. Also haben Festangestellte als auch Aushilfen die gleichen Rechte. Und jede:r sollte genau das auch durchsetzen. 

Selbst wenn es sich um einen Aushilfsjob handelt, ist Mobbing in keinstem Fall zu tolerieren.  Den Menschen, die das ausüben und abweisen muss gezeigt werden, dass in einem Unternehmen sowohl die Fürsorgepflicht für Arbeitnehmer:innen herrscht, als auch dass Aushilfen nicht wie Dreck zu behandeln sind. Alle Menschen haben eine Stimme, eine Meinung und Grundrechte innerhalb des Arbeitslebens. 

Mobbing gegen Frauen im Berufsalltag

männer in Führungspositionen

Wir haben die Frauenquote und der Weg zur Gleichberechtigung in Deutschland – dennoch sind die meisten Führungspositionen weiterhin von Männern besetzt. Dies führt dazu, dass viele rückständige und konservative Meinungen vertreten werden. Also auch die Ausübung der Macht und vermeintlichen Überlegenheit gegen, den nach falscher Annahme „schwächeren weiblichen“ Frauen.

Mobbing hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Denn diffamiert zu werden, ist strafrechtlich verfolgbar. Bei Vorwürfen müssen beide beteiligten Parteien angehört werden. Mitarbeiter:innen Gespräche zu verweigern ist ebenfalls Mobbing, auch so wird versucht jemanden zum Schweigen zu bringen. 

Tipp

– legt Euch eine Rechtsschutzversicherung zu

– Beweise sammeln und gut dokumentieren 

– zu Eurer Meinung stehen und immer das eigene Recht durchsetzen, sofern man im Recht ist

Hier gibt es Hilfe & informationen

ähnliche Artikel



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.