Konventionelle vs. Ökologische Waldwirtschaft

Als Kind war ich mit Oma und Opa im Wald spazieren, vor allem Sonntags. Ich erinnere mich daran, dass viele kahle Stellen oder kaputte Bäume am Wegesrand waren. Ich habe mich immer gewundert , warum wir keinen dichten Wald haben. Die Wahrheit sieht so aus, dass wir die Wichtigkeit eines Waldes für unsere Gesellschaft unterschätzen. Der Wald ist da, aber wir gehen nie dort hin. Es ist nicht im Bewusstsein,  was die Bäume leisten. Vor allem gibt es einen Unterschied zwischen einer konventionellen und ökologischen Waldwirtschaft.

In Deutschland sind rund 2/3 der Landesfläche mit Wald bedeckt. Wälder dienen für Tiere als Heimat und für uns als Naherholungsgebiet. Der Wald ist  Lieferant des Rohstoffes Holz. Ohne Holz hätten wir weder Möbel noch Papier.

Konventionelle vs. Ökologische Waldbewirtschaftung
Konventionelle vs. Ökologische Waldbewirtschaftung

Gesunde Wälder stehen für eine intakte Umwelt. Letztes Jahr wurden  63,1 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen. Durch Sturm, Hitze und Insektenbefall, sterben Bäume durch Abholzung. Mir tut das unendlich weh, wenn ein Millionenjahre alter Baum fällt. 

Abhängig von Holzsorte und Holzqualität kann das Holz als Baumaterial, Brennstoff, Werkstoff, in der Papierherstellung verwendet werden.

Viele Wälder unterliegen einer starken Nutzung durch Einschlag. Dadurch verschlechtert sich der Waldzustand rapide. Es kann nur soviel abschlagen, was nachwachsen kann.

Die klassische Forstwirtschaft beutet den Wald aus anstatt ihn zu schützen.

Konventionelle Waldwirtschaft

Alles was wir bisher kennen und nicht direkt der Umwelt oder Nachhaltigkeit angepasst ist, wird als konventionell bezeichnet. Es werden sich keine Gedanken darüber gemacht, was mit dieser Arbeitsweise dem Wald angetan wird.

In der konventionellen Waldwirtschaft werden Nadeln, Blätter, Rinden und Äste entnommen, um daraus Biomasse herzustellen. Tieren verlieren den Lebensraum. Das maßlose Roden von Bäumen, führt zur Windanfälligkeit und Störungen im Waldkreislauf.

Wälder existieren  in Monokulturen. Dass bedeutet dass auf einer Fläche die gleiche Baumart wächst, um Betriebe mit viel Holz zu beliefern. Monokulturen sind anfälliger für Insektenbefall, wie z.b der Borkenkäfer. Wie in der Massentierhaltung, ist der Wald heute ein Industrieprodukt. Einem unendlichen Holzlieferant ohne Rücksicht auf Tiere, Pflanzen und Umwelt allgemein.

Ökologische Waldwirtschaft

Eine ökologische Waldwirtschaft bedeutet ein funktionierendes Waldökosystem. Dieses System entstand in den 1990er Jahren zum Gegenpol der klassischen Waldwirtschaft. Dies ist die Altersklassenwirtschaft – Auf homogenen Flächeneinheiten wird mit gleichaltrigen Bäumen und einer geringen Baumartenvielfalt gewirtschaftet).

Die ökologische Waldwirtschaft steht für strukturreiche Wälder aus Buchen, Fichten, Kiefern, Ahorn oder Birken und Tannen. Die Auswahl fällt auf Baumsorten, welche an den Standort angepasst sind und natürlich auch vorkommen würden.

Jungbäume werden nicht gepflanzt, sondern entstehen aus den Samen der Altbäume. Die Wildbestände im Wald werden angepasst, dass sie zum Alter des Waldes passt.

Es werden in der ökologischen Waldwirtschaft auf Kahlschläge verzichtet. Dichte Wälder kühlen besser und speichern die Feuchtigkeit. Dass ist wichtig, wenn es im Sommer in den Städten heiß wird. Der Verzicht auf Bodenbearbeitung und  Entnahme von Baumabfall, schont den Wald. Ökologie verbietet  den Einsatz von Dünger und chemisch-synthetische Mittel.

Ökologische Waldflächen werden kontrolliert und zertifiziert.

In der Werde Zeitschrift war ein Artikel über Peter Wohlleben. Er schreibt Bücher, brachte einen Film heraus und eine Waldakademie gegründet.

Die zuständige Umweltministerin ist Julia Klöckner. Sie hält eine „konsequente Abkehr von der Plantagen-Wirtschaft“ in den Wäldern für nötig sowie „eine Hinwendung zu einem Management, das den Wald als Ökosystem und nicht mehr länger als Holzfabrik behandelt

der steigenden Holznachfrage in Deutschland wurde in der Waldstrategie 2020 der Bundesregierung das Ziel formuliert, den Wald als Kohlendioxid (CO2)-Senke zu erhalten und dazu die Holzernte maximal bis zum durchschnittlichen jährlichen Zuwachs zu steigern.

Konventionelle vs. Ökologische Waldbewirtschaftung
Konventionelle vs. Ökologische Waldbewirtschaftung
Quellen: 
  1. https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/forstwirtschaft#auswirkungen-der-forstwirtschaft-auf-die-umwelt-
  2. https://www.peter-wohlleben.de
  3. https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/nachhaltige-waldwirtschaft#holznutzung-nahe-am-zuwachs
  4. https://www.fr.de/wirtschaft/klimanotstand-abkehr-konventionellen-waldwirtschaft-gefordert-12919565.html
  5.  https://www.oekolandbau.de/landwirtschaft/pflanze/spezieller-pflanzenbau/waldwirtschaft/

Larissa

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