die wichtigsten Ergebnisse der Klimakonferenz COP26 – Versagen und leere Versprechungen

Am 30.10.2021 begann in Glasgow die 26. Klimakonferenz. Dass Ziel dieser Klimakonferenz (COP26) war, die Versprechen aus dem Pariser Klimabekommen aus dem Jahr 2015 einzuhalten und auszubauen. Demnach muss die globale Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden. Schon heute häufen sich Überflutungen, Waldbrände oder auch Stürme. Die Folgen sind, dass Teile der Erde unbewohnbar werden, Artensterben und Lebensgrundlagen zerstört werden.

die wichtigsten Ergebnisse der Klimakonferenz COP26 - Versagen und leere Versprechungen

Die Ereignisse & Ergebnisse

  • Bereits vor der Konferenz haben überraschend die Länder Russland, Türkei und China  als wichtige Industriestaaten ihre Teilnahme abgesagt, dies wurde von mehreren Regierungschefs:innen scharf kritisiert.

  • 100 Länder haben sich darauf geeinigt, Waldflächen zu schützen und gegen Überfischung, illegalen Wildtierhandel, Verlust der Artenvielfalt oder Bergbau vorzugehen.
    Gerade die Überfischung führt dazu, das Arten aussterben und Meere so gut wie leer sind. Auf der Klimakonferenz wurde ebenfalls festgelegt, dass 30% der Weltmeere erhalten bleiben soll. Dass ist ein Witz, denn die Meere sind maßgeblich für das Klima verantwortlich.

  • mehr als 80 Staaten schließen sich der Initiative an, den Methan-Ausstoß zu verringern, um weniger Co2 zu produzieren. Hier fehlen aber genaue Festlegungen wie genau die Verringerung aussehen soll. Denkbar wäre, dass die Viehzucht eingeschränkt wird, denn Kühe und Rinder z.B. sind die Hauptakteuere beim Methan Ausstoß

  • Saudi-Arabien, China und Russland haben das Jahr 2050 nicht als klimaneutrales Jahr akzeptiert. Gerade China hat betont, dass die westliche Welt ihren Wohlstand auf dem Rücken des globalen Südens aufgebaut hat. Jetzt wären sie selber dran, Wohlstand und eine Mittelschicht aufzubauen. Dabei würde der Klimaschutz nicht an erster Stelle kommen.

  • Indien möchte erst ab 2070 Emissionen reduzieren. Gerade in Indien wäre ein funktionierender Klimaschutz sehr wichtig, vor allem auch, um Frauen und Kinder zu schützen. Giftige Dämpfe und verunreinigend Trinkwasser führen zu einer Gefährdung. Durch Klimakatastrophen bleiben Ernten aus. Eine Standardisierung von moderenen Fabriken, würde nicht nur Energie sparen, sondern auch die Arbeitsgrundlage vieler Menschen verbessern.

  • Vertreter:innen afrikanischer Kleinbauern:innen und indigener Gruppen fordern eine nachhaltige und klimafreundliche Landwirtschaft

  • Das neue internationale Gremium für Nachhaltigkeitsstandards in der Wirtschaft, ISSB, wird seinen Sitz in Frankfurt am Main haben.
Wir ertrinken in Versprechen. Aber Versprechen werden das Leiden der Menschen nicht stopppen. Nur sofortige und drastische Maßnahmen werden uns aus dem Abgrund ziehen
Vanessa Najade
Ugandische Klimaaktivistin
die wichtigsten Ergebnisse der Klimakonferenz COP26 - Versagen und leere Versprechungen
    • 50 Länder schlossen sich zusammen, um ihre Gesundheitssysteme für Krisen, Naturkatastrophen und Pandemien zu optimieren und nachhaltiger zu gestalten. Den Klimawandel zu stoppen ist die eine Seite, bis daraus aber wirklich Verbesserungen entstehen, ist es ein richtiger Schritt die Gesundheitssysteme aufzubessern. Gerade die Flutkatastrophe in NRW hat gezeigt, welche Kraft die Natur hat.

    • 12 Länder möchten bis 2050 klimaneutral werden – Deutschland zählt nicht zu diesen Ländern. Warum sich Deutschland diesem Ziel nicht angeschlossen hat ist fraglich. Gerade hier hätte die Regierung ein Zeichen setzen können. Als wohlhabendes Industrieland, hat Deutschland definitiv die Mittel in eine grüne Wirtschaft zu investieren.

    • Autokonzerne sollen anstreben, spätestens 2035 nur noch emissionsfreie Autos zu verkaufen.

    • Deutschland hat sich einer Allianz für mehr Klimaschutz in der Luftverkehrsbranche nicht angeschlossen. Auch hält sich die Bundesregierung zurück. Dabei sind vor allem Kurzstreckenflüge umstritten. Mehrfach wurde betont, dass das Bahnnetz ausgebaut werden soll. Warum aber auch allgemein einer Verbesserung nicht zugestimmt wurde, ist absolut unverständlich.

    • Die Abschlusserklärung beinhaltet u.a eine Forderung zum Kohleausstieg und die Streichung von Subventionen für Öl, Gas und Kohle. 18 Staaten haben sich zu einem Kohleausstieg in den 2030er Jahren verpflichtet. Indien ist der Meinung, dass nicht fossile Energieträger das Problem der Erderwärmung sind, sondern die Verschwendung und Lebensweise der reichen Länder. Beide Aspekte tragen zum Kliamwandel bei. Meiner Meinung nach, sind fossile Energieträger nicht mehr zeitgemäß und ein Ausbau in alternativen Energieformen muss voranschreiten. Die „reichen“ Länder müssen sich selber in die Pflicht nehmen und erkennen, dass die Verschwendung von Ressourcen auf Lasten der gesamten Weltbevölkerung zurück geht.

    • 35 Millionen US-Dollar werden für eine technische Unterstützung nach Naturkatastrophen mobilisiert. Dies soll ein „ein Zeichen der Solidarität“ sein. Es ist makaber das Solidarität ausreichen soll, wenn Länder im globalen Süden von Naturkatastrophen betroffen sind. Warum wird das Geld nicht in die Präventation investiert?

 

  • Auf freiwilliger Basis sollen die bislang unzureichenden Klimaschutzpläne der Länder bis Ende 2022 nachgearbeitet werden.
 Es kann nicht sein, dass es Freiwilligkeit beim Klimaschutz gibt. Jede:r muss sich für dieses Thema engagieren und seinen/ihren Beitrag dazu leisten.
Die Regierungen, öffentliche Verwaltungen, die Menschen, die Unternehmen und die Finanzinvestitionen müssen dabei als unverzichtbare Akteure für die notwendigen Veränderungen zusammengeführt werden.
Pedro Sánchez
Spanischer Regierungschef
die wichtigsten Ergebnisse der Klimakonferenz COP26 - Versagen und leere Versprechungen

was bedeutet das für deutschland und die neue bundesregierung?

Die noch geschäftsführende Bundesregierung hätte ein letztes Mal zeigen können, dass sie den klimaschutz wirklich ernst nehmen. Sie hätten die Weichen stellen können für eine grüne Übergabe an eine neue Bundesregierung. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hält das Ergebnis für „historisch“ – historisch peinlich und versagend?? Ich weiß nicht, was es zu jubeln gibt, wenn Duetschland gegen eine Klimaneutralität von 2030 stimmt und nicht klimatechnisch in der Luftverkehrsbranche aufrüsten möchte. Allein vom Flughafen in Frankfurt am Main, starten täglich rund 600 Flugzeuge. Für die Ampel-Koalition können die Grünen zumindest die kleinen Schritte der Klimakonferenz COP26 in mehr als Versprechen enden lassen.

ein fazit

Die Weltklimakonferenz in Glasgow hätte die Chance werden können, wirklich etwas gegen dem Klimawandel zu unternehmen. Es hätte die Chance sein können, die Gesellschaft ernst zu nehmen und die Bitten der Bevölkerung umzusetzen und andere Menschen von einem Wandel zu überzeugen. Aber die Pläne steuern eher auf ein 2,7 Grad Ziel hin. Die Klimakonferenz wurde um einen Tag verlängert, da es Unstimmigkeiten bei der Abschlusserklärung gab.

Die Klimakonferenz war eine Veranstaltung mit viel bla bla und leeren Versprechen. Welche konkreten Ziele wurden denn jetzt festgelegt? Es gibt Allianzen, es gibt grobe Ziele und etwaige Vermutungen bis wann was erreicht sein könnte. Aber nach diesen zwei Wochen gehen doch alle Politiker:innen wieder an die alltägliche Arbeit und das bisschen was erarbeitet wurde erlangt nicht Prio1 auf der Tagesordnung.

Die COP27 wird im November 2022 in Ägypten stattfinden.

Quellen
https://www.br.de/klimawandel/un-klimakonferenz-klimagipfel-lexikon-100.html
https://ukcop26.org/cop26-goals/
https://ukcop26.org/uk-presidency/
https://ukcop26.org/uk-presidency/what-is-a-cop/
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/un-klimakonferenz-glasgow-blog-cop26-100.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/g-20-rom-klimagipfel-stahl-merkel-scholz-china-usa-klimaschutz-1.5453168
https://www.g20.org/wp-content/uploads/2021/10/G20-ROME-LEADERS-DECLARATION.pdf

 

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