Danone, Nestle & Unilever – die Ausbeutungs Konzerne der Lebensmittelindustrie

Viele Marken die wir eventuell im Supermarkt einkaufen gehören zu großen Markenkonzernen. Ziel dieser Konzerne ist es, mit möglichst günstigen Zutaten ein  hochwertiges Produkt herzustellen und durch gezieltes Marketing zu einem hohen Preis zu verkaufen und bei Kunden*innen ein Gefühl auszulösen, welches sie nur mit dem Kauf dieser Produkte verbinden, sodass sie nicht hinterfragen wie gesund diese Produkte eigentlich sind. 

„Nestlé, Coca-Cola & Co. präsentieren sich gerne als Wohltäter und Weltverbesserer. Doch in Wahrheit machen sie mit ihren Produkten Millionen von Menschen fett und krank und verursachen gigantische gesellschaftliche Folgekosten“
(Thilo Bode, Geschäftsführer von foodwatch International)

NEstle

Der Konzern mit Hauptsitz in der Schweiz verkauft mehr als 2.000 Marken und ist in 194 Ländern weltweit präsent. 339.000 Mitarbeiter arbeiten in 468 Fabriken auf allen Kontinenten dieser Welt für Nestlé. 

Nestle steht schon lange in der Kritik, vor allem weil sie Trinkwasser privatisieren und dadurch in den Quell-Orten das Grundwasser sinkt. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Es geht um den Plastikmüll, den die Kaffeekapseln der Nestlé-Marke Nespresso verursachen. Um das Palmöl, das für die Herstellung der Kitkat-Riegel verwendet wird – wodurch Tierarten und Regenwälder vernichtet werden. In Brasilien versucht z.B. Nestlé, ihre hochverarbeiteten Produkte an ärmere Menschen in entlegenen Regionen entlang des Amazonas zu verkaufen. Im Sortiment sind vornehmlich Produkte wie Eis, Kekse und Frühstücksflocken. Was aber nichts am Grundproblem von diesen Menschen ändert, dass sie keine Grundnahrungsmittel oder fließendes Wasser zur Verfügung haben. 

Auf der Website wirbt Nestle mit dem Claim „good food, good life“ – makaber wenn wir bedenken, dass alle Lebensmittel hochverarbeitet und auf Lasten tausender Menschen produziert werden. Nestle könnte mit seinen ungesunden, stark verarbeiteten Produkten den gesamten Tagesablauf eines Menschen abdecken.Besonders stark wird Nachhaltigkeit und Verantwortung auf der Website dargestellt. Es scheint fast, dass Nestle sich als nachhaltigen Konzern verkaufen möchte. Zum Beispiel wirbt Nestle mit natürlichen nachhaltig angebauten Zutaten für die Marke Maggi. Dennoch werden Maggi Produkte alle gleich hergestellt – warum sollten für die Produktion extra nur biologisch zertifizierte Zutaten verwendet werden, die auch mehr Kosten verursachen. 

Gleichzeitig rufen Organisationen wie Greenpeace oder Aktivisten*innen schon seit Jahren zum Boykott des Lebensmittel-Riesen auf. Denn nur so können Konzerne an Marktmacht verlieren.

Unilever

Wer im Supermarkt an den Regalen vorbei schlendert, hat definitiv schon eimal Produkte wie Knorr, Langnese, Magnum oder Dove gesehen oder sogar gekauft. Die Produkte von Unilever gehören zum Alltag der Menschen und das Unternehmen verdient Milliarden damit. Aber Unilever will immer mehr Gewinn und Macht. Der Preis dafür? Einsparungen und hunderte Arbeitsplätze. Neben Nahrungsmitteln, bietet Unilever auch eine große Sparte an Non-food Produkten wie Kosmetik an. Unilever hat angekündigt, auf diesen Produkten den Begriff „für normale Haut“ nicht mehr verwenden zu wollen, um inklusiver zu sein. Jedoch könnte der Schritt auch daher rühren, dass sich inklusive Produkte besser verkaufen als diese die auf die Normschönheit der Industrie ausgerichtet ist. 

Des Weiteren steht Unilever weiterhin in der Kritik  kein nachhaltiges Palmöl für die Produkte zu verwenden und damit ebenfalls zum Klimawandel beizutragen. 

In einer ZDF Reportage wurde z.B. auch deutlich, dass sich im weltbekannten und sehr beliebten Magnum-Eis eigentlich gar kein echtes Eis steckt, sondern aus verschiedenen Pulvern und Aromen zusammengemischte gefrorene Masse. 

Die Marke Knorr ist bekannt für Instant Suppen und Soßen – dabei besteht der größte Teil aus Salz und Geschmacksverstärkern. Durch gekonntes Marketing wird aber suggeriert, dass sich einfach gesund schnell leckere Gerichte zubereiten lassen. Auch Unilever verpackt die Produkte in Single-Portionen und diese in größere Verpackungen. Großkonzerne sind mit die größten Verursacher der Menge an Müll, die täglich produziert und mehrheitlich in den Gewässern landen – vor allem in den Ländern, in welchen die Themaen Recycling und Müllvermeidung nicht aufgeklärt werden. 

Danone

Für viele  Produkte nutzt Danone Gentechnisch veränderte Zutaten und nimmt Umweltzerstörungen in Kauf. Im Jahr 2011 hat die Umwelthilfe u.a. Danone wegen einer irreführenden Werbekampagne verklagt, weil Danone ihren neuen Actimel Becher als umweltfreundlich dargestellt haben. Der besteht zwar aus biologisch abbaubaren PLA – Kunststoff, aber Becher aus egal welchem Plastik beseitigen nicht das gesamtökologische Problem.  

Danone vertreibt viele Produkte, welche viel Zucker enthalten und nicht so gesund sind, wie damit geworben wird. Beim Kauf sollte uns immer bewusst sein, dass auch Danone ein Konzern ist mit dem Ziel dem größtmöglichen Profit. Wissenschaftler*innen wiesen u.a. daraufhin, dass der angebotene Muttermilchersatz in Kombination mit den im globalen Süden verunreinigten Trinkwasser oft zum Tod von Säuglingen führen kann. Seit Jahren schon und vor allem in den frühe 1980er Jahren weißen Wissenschaftler*innen darauf hin, dass das Milchpulver in Zusammenspiel mit dem im globalen Süden verunreinigend Trinkwasser zum Tod von Kleinkindern führen kann. Konzernen wie Danone wird vorgeworfen, sich nicht an den 1981 entworfenen Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilch-Ersatzprodukten der WHO zu halten. 

Fazit und Tipps

Durch hunderten von Marken haben Lebensmittelkonzerne eine große Macht. Durch Ansprache der Emotionen und aggressiver Werbung kommen die meisten Menschen mit den Marken in Berührung und lassen sich dazu verleiten, diese zu kaufen, um das vermittelte Gefühl zu haben – letztendlich basiert das aber auf einer Zusammenstellung minderwertiger Zutaten und auf dem Rücken von Kinderarbeit, Ausbeutung, Umweltzerstörung, Verachtung von Menschenrechten. 

Netflix – „Verdorben“ Folge: Wasser in Gefahr

Bei Produkten hinten auf das Kleingedruckte schauen, zu welchem Konzern die Marke gehört

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