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Der Druck produktiv sein zu müssen

Mich beschäftigt schon länger eine Frage oder eine Sache die mir keine Ruhe lässt, und zwar über den Druck den ich spüre produktiv sein zu müssen. Und ich habe lange überlegt ob ich darüber schreiben soll, aber ich denke, dass es eventuell vielen so geht. Ich glaube dass dieser Druck davon kommt, dass wir durch Social Media ständig ein Spiegelbild vorgehalten werden, wie toll und produktiv andere sind und wie wir unseren Alltag gestalten und uns mit anderen messen. Dabei bauen wir uns diesen Druck doch selber auf. Und genau deshalb möchte ich darüber schreiben, woher mein Druck kommt und wie mein Alltag aussieht. Mein Alltag ist ziemlich voll, weil ich so viele verschiedene Dinge mache und keines von diesen aufgeben möchte/kann, weil mein Herz und meine Leidenschaft einfach viel zu sehr daran hängt. Zum einen habe ich mein Studium, welches die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Dabei habe ich in den Uni-Wochen recht viel freie flexible Zeit und in den Betriebswochen 40 Stunden die Woche. Dazu kommt, dass ich am Wochenende in einem Café jobbe, was mir sehr viel Spaß macht und ich wirklich dort gerne bin. Dann habe ich mein absolutes Herzensprojekt mein Blog, dass ich auf keinen Fall aufgeben möchte, da ich sehe wie sich Nächtelange Arbeit dann doch lohnt. Dann mache ich noch Krafttraining, und das ich nicht leben kann, weil es mir neue Energie und Kraft gibt und ich mich richtig auspowern kann und zum anderen helfe ich soweit mir die Zeit bleibt, ehrenamtlich bei der Frankfurter Tafel. Dass sind alles unheimlich viele Sachen und eigentlich würde ich noch viele andere Dinge ausprobieren, aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden und obwohl ich schon so viele verschiedene Sachen mache, bin ich immer der Meinung wirklich produktiv sein zu müssen und mache mir deswegen eigentlich unnötig Druck. 

Der Druck produktiv sein zu müssen

produktiv sein

Mein Alltag ist immer vollgepackt und ich liebe es Listen zu schreiben. Wirklich, ich bin eine leidenschaftliche Listen Schreiberin, vor allem "to-do" Listen, dadurch steigt der Druck alle Punkte von dieser Liste abhaken zu müssen. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass ich nicht alles geschafft habe und bin innerlich unruhig. Vor allem habe ich das Gefühl, dass ich jede Minute meines Lebens wirklich sinnvoll nutzen muss und sie nicht verschwenden kann. Dieses Bild kommt von Instagram und anderen medialen Einflüssen, die einem suggerieren, dass man immer produktiv sein muss. Klar, sollte man seine Ziele verfolgen und zielstrebig sein, diese auch zu erreichen, aber manchmal muss man auch mal einen Gang zurück schalten. Wir müssen uns bewusst machen, dass es auch mal ok ist, nicht zu arbeiten oder zu lernen, sondern einfach mal nur das Leben zu leben. Immer schneller, höher, erfolgreicher zu werden verblendet uns den Blick auf das Leben und unseren Alltag. Weil wir nur noch in einem Wahn sind, möglichst viel zu erledigen.
Gerade bei meinem Alltag, der sehr viele verschiedene Bereiche beinhaltet, mache ich mir selber Druck allem gerecht zu werden. Doch manchmal müssen wir auch akzeptieren und einsehen, dass wir genug machen und nicht noch mehr machen müssen. Außerdem ist es auch ok, wenn man an einem Tag mal weniger macht oder etwas nicht auf die Reihe bekommt. Mehr Akzeptanz zu seiner eigenen Einstellung zur Arbeit ist glaub ich wirklich notwenig.

produktiv sein

Ich habe aufgehört Dinge tun zu "müssen", sondern ich tue Dinge nur noch weil ich sie tun "möchte", dass nimmt eine unendliche Last von einem. Vielleicht bin ich auch einfach so zielstrebig geworden, weil ich eine Zeit nicht diese Einstellung hatte und dadurch mir vieles selber vergeigt habe und ich meine jetzige Chance nicht wieder vermasseln möchte. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, das jede Minute unsres Lebens unheimlich wertvoll ist und wir sie auch nutzen sollten und dadurch denke ich, kommt auch der Druck produktiv sein zu müssen, weil man sonst so wertvolle Zeit verschwendet. Ein bisschen das Gas vom Arbeiten zu nehmen, ist gar kein Fehler und am Ende habe ich das Gefühl nicht produktiv gewesen zu sein, aber habe doch alle meine Ziele erreicht. 

produktiv sein


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