Meine erste Demonstration: Friday’s for future – Frankfurt

Meine erste Demonstration: Friday’s for future – Frankfurt

Kaum jemand kam in den letzten Wochen an „fridays for future“ (dt. Freitage für die Zukunft) vorbei.  In den Medien, im Bekanntenkreis und überall sonst, war es Thema. Fridays for future ist eine Schülerbewegung, welche sich für den Klimaschutz einsetzt.
Die Initiatorin des Ganzen ist die Schwedin Greta Thunberg, die dazu aufruft Freitags während der Schulzeit auf der Straße zu protestieren. 

Lange hatte ich das Gefühl das in der jetzigen und meinen Zeit es keine richtige Bewegung gibt, niemand der sich für den gesellschaftlichen Wandel einsetzt und ihn beschleunigen möchte. Ich habe immer gedacht, dass es zwar viele Menschen gibt, die sich viele Gedanken über unsere Welt machen, aber keiner handelt aktiv. Endlich hab ich das Gefühl, dass sich etwas tut, dass die Gesellschaft aufwacht und das Dank unserer Zukunft, den Schülern. 

Was sind die Ziele der Protestaktion? Die Treibhausgasemissionen sollen in Deutschland bis 2035 auf netto null gesenkt werden. Der Kohleausstieg soll bis 2030 erfolgen und bist 2035 sollen 100% erneuerbare Energien umgesetzt werden. Meiner Meinung nach, zum Teil umsetzbar, wenn Politiker endlich mal Verantwortung übernehmen und Taten folgen lassen, das geschieht aber nur, wenn von der Gesellschaft genug Druck kommt. 

Ich finde wahnsinnig gut, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen möchten und verstanden haben, was das eigentliche Problem ist. Ich war in meinem Leben noch nie auf einer Demonstration, weil ich immer das Gefühl hatte, dass das nichts bringen würde. Was sollen protestierende Menschen auf der Straße bewirken? Aber ich hatte das Bedürfnis etwas zu unternehmen und etwas zu bewegen. Also habe ich meine Botschaft auf ein Schild geschrieben und bin damit losgezogen, zur nächsten Fridays for Future Demo in Frankfurt. Schüler organisieren das selber, es gibt Schüler die dafür sich engagieren und verantwortlich sind. Das finde ich unglaublich. Ich habe spürbar den Druck gespürt, den diese vielen Menschen auslösen. Es muss endlich etwas passieren und sich ändern. Es ist ein erster Schritt getan. Ich habe zum ersten Mal verstanden, wie wichtig Demonstrationen sind und das sie ein richtiger und wichtiger Schritt sind, wenn sich eine Masse von Menschen in der Gesellschaft ungerecht behandeln fühlen und der Meinung sind, dass sich etwas ändern muss. Deswegen ist Deutschland eine Demokratie. 

Vielleicht werde ich keine Liebhaberin von Demonstrationen. Ich denke, dass jeder seinen Weg finden kann, seine Meinung kundzutun und auf die Politik Druck ausüben kann. Aber bevor jemand über Fridays for Future urteilen kann und über Demonstrationen im allgemeinen, muss man es einmal auch gemacht haben. Ich verstehe jetzt die Gründe und werde es vielleicht wieder tun.

 

The earth is what we all have in common. 



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