halbes Jahr plastikreduziert

Wie ihr bereits wisst, beschäftige ich mich seit Mitte Juli mit dem Thema Plastik, Umwelt und Nachhaltigkeit und lebe nun seit über einem halben Jahr plastikreduziert, aber keinesfalls plastikfrei. Ich bin auch der Meinung, dass in unserer Gesellschaft ein Verzicht zu 100 % fast schier unmöglich erscheint. Aber auch die kleinen Schritte helfen viel. In den letzten Wochen habe ich sehr oft den Satz gehört “du kannst die Welt doch eh nicht verändern”. Nein kann ich nicht, aber ich kann einen Beitrag dazu leisten und ich nehme immer als Beispiel, dass ein Mensch mit 1ct nicht viel ausrichten kann, aber wenn 100 Menschen 1ct haben, dann haben sie 1€, mit welchem schon etwas mehr möglich ist. Und ich würde mir wünschen, wenn andere Menschen die konventionell das leben, was die Industrie uns gibt, trotzdem diese andere Sichtweise akzeptieren könnten.

No plastic

Meinen ersten großen Schritt mit einer Bambuszahnbürste habe ich schon wieder rückgängig gemacht und bin zu der normalen Zahnbürste zurückgekehrt, da ich einfach mich mit ihr nicht anfreunden konnte. Es ist natürlich auch ein ausprobieren und manche Dinge sind mir dann halt doch zu Öko und ich muss nach einer besseren anderen Alternativen mich umschauen. Wenn ich aber keine Alternative finde, mit welcher ich auch wirklich zufrieden bin, dann schaue ich, dass das Produkt zumindest Nachhaltig ist in Bezug auf die Inhaltsstoffe.

Ich habe in den letzten Wochen vor allem bei den Duschprodukten meinen Plastikkonsum stark reduziert und finde die Produkte besser denn je. Vor allem da ich mir bewusst bin, dass sie eventuell teurer aber besser sind, benutze ich sie auch mit einem viel nachhaltigeren Gedanken. Und verschwende nicht mehr so viel.

Seit 6 Monaten plastikfrei

No plastic

Weiterhin verwende ich Stoffbeutel zum einkaufen, meinen Bambus to-go Becher für meinen geliebten Cappuccino. Und wenn ich den Becher mal nicht dabei habe, dann gibt es eben keinen Kaffee. Denn auch ein Bambusbecher kommt der Umwelt erst dann zugute, wenn er mindestens 20x in Benutzung war.

Dennoch benutze ich aber auch noch Plastik Mülltüten, erwische mich teilweise wie ich Obst in ne Tüte im Supermarkt packe oder im Restaurant plötzlich en Strohhalm im Getränk habe. Aber keiner ist auf Anhieb zu 100 % perfekt in etwas, was er ausprobiert und es ist immer ein Ausprobieren und Überlegen und stetig eine neue Erfahrung.

Vor allem kann man meine Reduzierung wirklich an den Duschprodukten sehen, die ich auch überhaupt mal reduziert habe. Nicht nur, dass Seifen für mehrere Dinge gleichzeitig verwendbar sind, sondern auch, weil manche Produkte einfach unnötig sind. Jedoch versuche ich viel zu machen, jedoch nicht alles. Nur weil etwas eine Plastikfreie Alternative ist, werde ich es nicht genauso machen, wenn ich nicht selber es gut finde. Wie zum Beispiel mit der Zahnbürste.

Aber als Tipp gibt es auch, keine super sonder Verpackungen von Lebensmitteln zu kaufen, oder schon fertig verpacktes Gemüse und Obst: Das braucht kein Mensch. Ich versuche mich immer stetig weiter zu verbessern und immer mehr auf Plastik zu verzichten. Was aber ebenso Quatsch ist, dass ich Dinge die ich noch brauche und benutze in den Müll zu werfen. Weil gekauft ist es nun mal und ich würde sonst nur unnötigen Müll produzieren. Ich werde weiterhin Fehler machen bzw Unachtsam sein und nur langsam wirklich ein Gespür dafür bekommen, dass der Verzicht automatisch in meinem Kopf abläuft. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und gewöhnt sich an bestimmte Handlungen. Genauso wie im Supermarkt nach der Obsttüte zu greifen. Ich würde mir nur wünschen, dass dieses umdenken bei viel mehr Menschen passiert und auch die Personen in meinem Umfeld nicht mehr sagen “die paar Plastikverpackungen” die wir kaufen. Aber genau diese paar sind dann eben mehrere hundert.

Seit 6 Monaten plastikfrei