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Die 5 größten Vorurteile gegenüber einem dualen Studium

Die 5 größten Vorurteile gegenüber einem dualen Studium

Jetzt ist es schon fast 1 1/2 Monate her, dass ich angefangen habe zu studieren. Wie meine erste Woche an der Uni war, könnt ihr HIER nachlesen. In dieser Zeit ist vieles passiert, ich habe mich aber auch an diese neue Situation gewöhnt und so langsam kommt Routine wieder in meinen Alltag. Wie viele von euch wissen, studiere ich in einem dualen System an einer privaten Hochschule. Aufgrund dessen habe ich in den letzten Wochen, aber auch davor schon viele Vorwürfe mir anhören müssen, die aus Vorurteilen heraus gehen. Zeit um ein paar Dinge klar zu stellen, denn diese Sätze nerven einfach nur noch. Hier sind meine 5 Vorurteile gegenüber dualen Studenten, die ich immer wieder zu hören bekomme. 

dualen Studenten

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1. "Das wäre mir zu stressig"

Seit wann ist ein Studium nicht stressig? Egal welche Art man von Studium wählt, Stress ist immer dabei. Spätestens vor den Prüfungen. Die meisten denken mit Blick auf ihr eigenes Studium wie viel Stoff sie haben und rechnen dann noch die Betriebszeit dazu. Das ist aber einfach völlig falsch. Denn die Uni-Zeit ist so berechnet, dass genug Zeit zum nacharbeiten bleibt. In meinem Fall ist das trotzdem schwierig, weil ich am Wochenende noch mein Nebenjob im Café habe, den ich nicht nur des Geldes wegen nicht aufgeben möchte, mein Sport und natürlich mein Baby: mein Blog. Das nimmt alles zusätzlich Zeit in Anspruch, weswegen es in meinem Fall eine Sache der Organisation und dem Willen ist. 
Normal gesehen aber, habe ich alle zwei Wochen eine 40 Stunden Woche im Betrieb und in den Uni-Wochen exakt drei Fächer, die sich auf die Woche verteilen. Ich habe nie komplett den ganzen Tag Uni und manchmal auch einen freien Tag dazwischen.
Ein duales Studium ist nicht mehr stressig, als ein normales Studium, da es so ausgerichtet ist, dass es einfach ausgeglichen ist. 

2. "dann musst du ja für zwei Sachen gleichzeitig lernen"

Dieser Satz nervt mich auch mega. Klar muss man für zwei Sachen lernen, da man im Betrieb die Arbeitshandlungen lernen muss und dann noch den Stoff aus der Uni (im besten Fall). Aber im Betrieb bekommt man keinen Auftrag, dass man etwas lernen soll. Man lernt einfach alles automatisch, in dem man einfach arbeitet. Die Vorlesungen helfen mir im Betrieb und das was ich im Betrieb neues gelernt habe, kann ich in der Uni anwenden. Es ist eine Win-Win Situation, aber keine zusätzliche Belastung. Ich setze mich abends nicht hin und lerne einen Zettel vom Betrieb auswendig. Somit stimmt diese Aussage einfach nicht, dass wir doppelte Sachen lernen müssen und sich so nicht auf eine konzentrieren kann. 

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3. "du musst echt Reich sein, wenn du privat studierst"

Natürlich klingt es erstmal toll, wenn man sagt, dass man an einer privaten Hochschule studieren darf und auch kann. Dieses Privileg hat nicht jeder und auch nicht jeder wird an dieser Hochschule aufgenommen. Dennoch muss man nicht reich sein, um privat studieren zu können. Da ich dual studiere, ist es so, dass mein Betrieb die Uni finanziert. Ich finde dieses System wirklich großartig und toll, dass es so jedem die Möglichkeit bietet es auf eine private Uni zu schaffen, auch mit einem kleinen Geldbeutel

Ich weiß, dass auch viele denken, dass junge Menschen die privat studieren, was besseres sind oder sich für was besseres halten. Ich halte mich nicht für besser, als wie die von einer staatlichen Hochschule. Es war einfach mein großes Glück, dass es geklappt hat und ich jetzt diesen "Luxus" genießen darf und daraus was machen kann.

Ich möchte an dieser Stelle aus gewissen Gründen weder meine Uni noch meinen Betrieb nennen. 

4. "du machst da ja nur irgendwas mit Werbung"

Jaaa...bei diesem Satz muss ich ganz tief durcharbeiten. Man kann es vergleichen mit dem Satz "aha..du bist also Bloggerin". Genau so in etwa. Mein Berufswunsch lautete - ...irgendwas mit Medien...daraus ist eben nicht irgendwas mit Werbung geworden, sondern Marketing Management und langsam bin ich sehr froh, dass es mit Kommunikationsdesign nicht geklappt hat. Marketing Management ist viel mehr als nur Werbung, denn im eigentlichen Sinne ist das System hinter der Werbung. Also das die Werbung auch wirklich funktioniert und erfolgreich ist. Dazu gehört etwas mehr als bunte Bilder ausmalen und Slogan erfinden für Werbe-Kampagnen. Bei Marketing Management, was auch die Grundlagen der BWL beinhaltet, muss man einfach ein bisschen mehr nachdenken und logisch denken können. Außerdem gibt es eine breite Auswahl des Marketing, sodass man es einfach nicht verallgemeinern kann.
Genauso an alle Chemie-Studenten, ich sag ja auch nicht "ihr mischt da halt mal en paar Stoffe zusammen", also machen auch die Marketing Leute, nicht einfach irgendwas mit Werbung. 

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5. "Jammer nicht, du hast es dir schließlich ausgesucht"

Da wären wir wieder beim Thema, dass auch die Normalo-Studenten regelmäßig jammern, dass sie keine Zeit hätten, alles unübersichtlich ist und dass die Hörsäle viel zu voll wären. Übrigens sind wir in meinem Studiengang nur 12 Leute und haben einen fertigen Stundenplan in die Hand gedrückt bekommen und auch sonst, wird sich um alles mehr oder weniger gesorgt und gekümmert. Wisst ihr worüber wir jammern? Über die Zeit..und egal wen ich fragen würde, selbst die kleine Oma an der Kasse, würde sagen, dass sie keine Zeit hat. Keine Zeit haben ist einfach ein Gesellschaftsproblem und keines ausschließlich von dualen Studenten. Und ihr jammert alle..auch ihr Langzeitstudenten. 



1 thought on “Die 5 größten Vorurteile gegenüber einem dualen Studium”

  • Sehr interessanter Beitrag. Ich möchte spätestens ab Oktober 2019 auch dual Studieren und habe auch schon viel dieser Vorurteile zuhören bekommen, was mich manchmal doch verunsichert ob ein duales Studium wirklich der richtige Weg ist.

    Liebe Grüße
    Lina

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