Da braucht Dich jemand! – Der Organspende Ausweis rettet Leben

Da braucht Dich jemand! – Der Organspende Ausweis rettet Leben

Wir schauen morgens in den Spiegel und sind gesund. Wir können das Leben genießen, machen Sport, achten auf unsere Ernährung, gehen einmal im Jahr zum Zahnarzt für den Stempel im Bonusheft und haben allen falls mal ne Erkältung im Winter. Das wars. Wir sind ein gesunder Mensch. 

Es gibt aber auch Menschen, welche lebensbedrohlich erkranken, oder durch einen Unfall sehr schwer verletzt werden. Die Medizin ist mittlerweile so weit, dass es hervorragende Möglichkeiten gibt, um zu heilen und wieder gesund zu werden, aber manchmal reicht auch das nicht. Manchmal braucht es einen zweiten Menschen, welcher durch seinen gesunden Körper jemanden die Chance auf ein zweites Leben geben kann.

Es gibt die Möglichkeit durch eine Blutspende, oder Knochenmarkspende zu helfen. Mehr dazu lest ihr in meinem Beitrag zu meiner Registrierung bei der DKMS. Manche Menschen brauchen aber mehr als das und zwar ein gesundes, funktionstüchtiges Organ. Die Rede ist von der Organspende. 

Die Organspende ist allgemein in Deutschland ein heikles Thema. Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, wird mit Vollendung des 18. Lebensjahres niemand automatisch Organspender. Des Weiteren ergibt sich die Problematik darin, dass zu wenig Menschen Organe spenden würden, da meiner Meinung nach keine offensive Aufklärung erfolgt, in wie weit die Organspende abläuft. Entscheide ich mich für die Abgabe aller Organe? Kann ich Organe ausschließen? Welche Rechte habe ich? Diese Fragen habe ich erst beantwortet bekommen als ich den Flyer in der Hand hielt. Es muss hier einen Anreiz geben, sich mit diesem so wichtigen Thema überhaupt zu befassen. 

Werde ich Organspender, oder entscheide ich mich dagegen? Ich habe für mich noch keine Antwort gefunden, aber es ist wichtig eine Entscheidung zu treffen. Auch, wenn sie nein lautet. Denn dann wissen Ärzte und Angehörige wie zu handeln ist. 

Fakt ist, dass es Menschen gibt, die nur durch eine Spende überleben können und das die Bereitschaft dafür, in anderen Ländern um ein vielfaches höher ist, als in Deutschland. 

Auf der einen Seite möchte ich natürlich diesen Menschen helfen und wenn ein Organ meines Körpers, jemanden anderen das Leben verlängern kann, dass ist das auch der richtige Weg. Auf der anderen Seite aber finde ich den Gedanken „abscheulich“, dass jemand fremdes einen Teil von mir in sich trägt. Ich frage mich, ob ich überhaupt das Recht dazu habe, so zu denken. Was maße ich mir an? Aber ich glaube, dass viele Menschen die gleichen Gedanken haben und jeder Zweifel ist vollkommen ok. 

Leider ist es aber die harte Realtiät, dass wir mit dieser Entscheidung theoretisch über das Leben oder den Tod eines Menschen entscheiden. Und dass müssen wir uns vor Augen halten. 

9,7 von 1 Million Menschen spenden in Deutschland ein Organ. 

Jeder kann entscheiden, was er spenden möchte. Dies setzt auch Voraus, dass wir uns mit unserem eigenen Tod auseinander setzen, denn die Voraussetzung für eine Organspende ist, dass wir für Hirntod erklärt werden. Damit reagieren wir weder auf Schmerz noch auf sonstige Reize, da das zentrale Steuerungssystem unseres Körpers ausgefallen ist und keine Chance besteht, dass wir überleben. Es ist kein schönes Thema, aber es ist wichtig. So viel Spaß, Freude, Chillen und Feiern wir im Leben auf unserer Liste ganz weit oben stehen haben, so muss auch das einfach mal kurz warten. Es gibt wichtigere Dinge.

Organspende Ausweis rettet Leben
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